Rot auf Rot?

 

 

Puh! Das war vielleicht ein Wochenende! Es hat die ganze Zeit geschneeregnet (gibt es das Wort überhaupt?), ich war kaum draußen und saß nur am PC. Aber, ich glaube, es hat sich gelohnt!

 

Begonnen hat alles damit, dass ich letzte Woche zum ersten Mal bezahlte Werbung über Facebook laufen ließ. Schaden kann es ja nicht, dachte ich und um 10 Euro ist erst einmal nichts verloren. Mit der vielen Arbeit, die danach auf mich zukam, hatte ich ehrlich nicht gerechnet. Ehrlich.

 

Wie bitte???

 

Die Werbung hat nämlich durchaus funktioniert. Meine Reichweite schoss in die Höhe und offensichtlich klickten die Leute auch, denn ich bekam Feedback. Leider nicht das erhoffte. Die meisten Meldungen, die ich las, lauteten: „Sicher alles ganz fein, aber erstens total unübersichtlich und zweitens kann ich die rote Schrift auf dem roten Hintergrund nicht lesen.“

 

Wie jetzt? Wieso Rot auf Rot? Ich verwende seit mittlerweile fast 8 Jahren goldene Schrift auf violettem Hintergrund. In den letzten 8 Jahren konnten knapp 18000 Besucher alles gut lesen und jetzt sehen plötzlich alle Rot auf Rot??? Verstehe ich nicht.

 

Nun gut. Es muss ja eine Erklärung dafür geben. 8 Jahre sind lang. Vielleicht haben sich die Augen der Leser einfach verändert. Oder es liegt an den Bildschirmen ihrer Handys. ICH konnte nämlich sogar auf den Bildschirm-Abdrucken, die mir manche als Beweis geschickt haben, alles deutlich lesen und erkennen.

 

Wahrscheinlich gibt es eine Erklärung. Ganz sicher aber muss mir diese Erklärung im ersten Moment egal sein. Ich will etwas verkaufen und meine Kunden können mein Angebot nicht lesen – das ist wichtig. Diesen Umstand muss ich ändern.

 

Abschiedstränen

 

Also saß ich letzten Freitag an meinem Schreibtisch und habe mich erst einmal innerlich ausgeweint. Ich mochte das Gold auf dem Violett so gerne! Ich fand die Farbkombination so edel, so passend zu mir, zu meinen Märchen und zu meinen Seifen. Verspielt und trotzdem prunkvoll, funkelnd, aber nicht aufdringlich… ach! So viele schöne Eigenschaften! Dieser Abschiedsschmerz musste unbedingt verarbeitet werden, vorher konnte ich mich nichts Neuem zuwenden.

 

Entscheidungen

 

Es hat ein bisschen gedauert, aber irgendwann hatte ich mich wieder gefasst. Also zurück an den Start.

 

Als ich damals meinen Shop offiziell eröffnet habe, wollte ich ihn von meiner privaten Seite trennen. Deshalb habe ich mich entschieden, eine zweite Homepage zu erstellen, die beiden aber trotzdem verknüpft zu lassen. Schließlich bin ich ein ganzer Mensch und anders hätte ich das Gefühl gehabt, mich in zwei Hälften zu zerteilen.

 

Die nächste Frage, die einer Entscheidung bedurfte, war die nach dem Design. Wollte ich bei dem bisher sehr erfolgreichen, königlichen Gold-Violett bleiben? Ich weiß noch, ich hatte geschwankt. Einerseits gefiel es mir außerordentlich gut, andererseits war das aber auch die Chance auf eine Veränderung.

 

Als alternatives Farbschema hatte ich mir ein silbrig-wässriges Blau vorgestellt. Das Blau des Himmels, das Blau des Wassers und anstatt des schweren, irdischen Goldes ein leichtes, schwebendes Silber, wie ein rieselnder Bach. Ein Wechsel vom Königspalast ins Feenschloss sozusagen.

 

Der ausschlaggebende Grund, warum ich mich damals gegen das blaue Schema entschieden habe, war ebenfalls das Feedback. Ich hatte auf meiner, gut besuchten, privaten Homepage einen Shop-Button erstellt, der die Besucher zur neuen Business-Seite brachte. Die Besucher waren verwirrt, wenn sie plötzlich einen völlig anders gestalteten Raum betraten und wussten damit nichts anzufangen.

 

Also sah die Business-Seite exakt so aus, wie die private Seite, nur mit einem anderen Menü. Man konnte auch ganz einfach wieder zurück wechseln, wenn man nichts kaufen wollte. Schließlich wollte ich ja nicht aufdringlich sein.

 

Also doch das Feenschloss…

 

Inzwischen bewerbe ich immer und überall nur noch die Business-Seite. Die private Seite bleibt, wie sie ist. Sie gefällt mir, sie gefällt meinen Lesern und der Shop-Button kann auch bleiben.

 

Aber ein Online-Shop kann seine Bestimmung nicht erfüllen, wenn die Kunden nur Rot auf Rot sehen und weder die Produktbeschreibung noch die Preise lesen können.

 

Also hat meine Seifenfee doch ihr Feenschloss bekommen. Es wird sich selbstverständlich immer weiter entwickeln, aber jetzt steht es erst einmal! Wer weiß schon, was in ein paar Jahren wieder anders sein wird?

Zumindest sollte die schwarze Schrift auf hellblauem Hintergrund überall gut zu lesen sein und die angenehme Leichtigkeit, die das neue Farbschema ausdrückt, gefällt mir sehr gut.

Ich bin mit der Veränderung wirklich zufrieden. Auch wenn, oder gerade weil sie niemals ganz abgeschlossen sein wird.

 

Das war aber noch nicht alles…

 

Der zweite Punkt, der bemängelt wurde, war die Übersichtlichkeit. Ich muss ehrlich sagen, darauf möchte ich fast nicht weiter eingehen.

 

Diese Homepage ist, wie der Name „MÄRCHEN und SEIFE“ schon sagt, mindestens zur Hälfte eine Autorenseite. Es geht hier um Märchen, um Beschreibungen! Alles hier, auch meine Seifen, wird auf diese Weise mit Inhalt gefüllt! Es tut mir leid, das zu schreiben, aber wer hier etwas mitnehmen möchte, der muss einfach sinnerfassend lesen können. Sonst hat nichts hier einen Sinn.

 

Die sechs Menüpunkte auf dieser Seite sind wirklich kein Labyrinth!

Das einzige, was ich tatsächlich selbst gesehen habe, ist die Startseite. Auf dieser war bisher viel zu viel Text und eigentlich war es nicht auf den ersten Blick ersichtlich, dass man bei mir etwas kaufen kann. DAS habe ich angepasst. Ihr findet jetzt gleich auf der Startseite immer die aktuellen Angebote mit der direkten Verlinkung zum jeweiligen Shop-Produkt.

 

Hoffentlich wird es das, in Kombination mit dem neuen Farbschema, ab jetzt allen leichter machen, sich bei mir zurechtzufinden!

 

Ich freue mich ja, wenn mich jemand besuchen kommt und ich möchte gerne, dass ihr euch bei mir „im Geschäft“ wohl fühlt!

 

Bis bald und alles Liebe!

Eure Katharina