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Wann hast du angefangen mit dem Schreiben bzw. wann begann dein Interesse dafür?

 

Als ich geboren wurde. Meine Oma erzählt gerne, wie ich ihr diktiert habe, sobald ich sprechen konnte. Es gab in mir wohl immer schon diesen Drang, meine Geschichten für andere zugänglich zu machen.

 

In welchen schriftstellerischen Bereichen liegen Deine Schwerpunkte?


Eindeutig Märchen!

Magst Du uns eine kleine Liste Deiner bisherigen Veröffentlichungen geben (auch wenn es keine Kinderbücher sind)?

„Teddy fliegt ins Traumland“ (Karina Verlag)

„Der Halbdrache – Theobald und das Geheimnis der blauen Dora“ (Karina Verlag)

„Der Tanz des Lebens“ (ein Gedichteband, ein uralter Versuch im Eigenverlag)

Mehrere kleine Märchen auf meinem Märchenblog:
 www.maerchenundseife.at/märchenblog

Momentan schreibe ich überwiegend Seelenmärchen. Das sind ganz individuelle Märchen, die eine Person bei mir für sich in Auftrag geben kann. Die werden natürlich nicht veröffentlicht, sondern nur dieser einen Person zur Verfügung gestellt.

Liest Du selber gerne? Und wenn ja, welche Genres?

Natürlich! Selbstverständlich interessiere ich mich besonders für Märchen. Ich könnte allerdings nicht sagen, welche Genres ich sonst bevorzuge.


Allgemein mag ich es, wenn Bücher flüssig und gut lesbar sind, ich die Handlung nachvollziehen kann und sie mich nicht quält. Dabei kann mir Fantasy ebenso gefallen wie eine historische Liebesschnulze oder Queer Literature. Oder eben nicht. Es kommt immer darauf an, wie der Autor es umsetzt.


 

Hast Du einen Hauptberuf, in dem Du arbeitest. Und wenn ja, welchen?


Ja. Ich bin Chemie-Ingenieurin und zertifizierte Naturvermittlerin. Diese beiden Ausbildungen habe ich 2018/2019 zu meiner eigenen, kleinen Firma namens Märchen&Seife kombiniert. Hier stelle ich in Form von Naturseifen spezielle Pflege für Hochsensible her, die vor allem auf energetischer Ebene reinigt.
Dabei spielen meine Märchen natürlich auch eine Rolle!


In welcher Stadt lebst Du?

In Stainz. Das ist eine kleine Marktgemeinde in der Steiermark in Österreich.

Hast Du eine Familie/Kinder?

Ja. Mann und 2 wunderbare Töchter.

Wie steht Deine Familie und Dein Freundeskreis dazu, dass Du schreibst?

Meine Mama und meine große Tochter sind meine besten Marktfrauen ;-)
Mein Mann findet es gut und dass ich damit Geld verdiene, noch besser. Ansonsten stand das nie in Frage. Es gehört so sehr zu mir, darüber denkt, glaube ich, niemand überhaupt nach.


Hast Du eine Homepage und/oder eine Facebookseite? Und wenn ja, schreib doch bitte, welche.


www.maerchenundseife.at
Als maerchenundseife bin ich auch auf Facebook und Instagram zu finden.

Außerdem gibt es noch
 www.poesiedelavie.at
Auch hierunter (poesiedelavie.at) gibt es sowohl eine Facebookseite als auch einen Instagram-Account.


Die meisten Autoren verarbeiten auch persönliche Erfahrungen in ihren Büchern. Hast Du ein Beispiel für eine persönliche Erfahrung in einem Deiner Bücher?


Nicht im autobiografischen Sinne. Natürlich verwende und verarbeite ich meine eigenen Erfahrungen in meinen Büchern. Die Ausgrenzung wegen einer gewissen Andersartigkeit, die der kleine Drache Theobald und seine Familie erleben zum Beispiel kenne ich nur zu gut.
Auch „Teddy fliegt ins Traumland“ erzählt gewissermaßen einen Teil meiner eigenen, schamanischen Reise. Denn gerade das Träumen ist ein Werkzeug, das ich oft und gerne einsetze.


Hast Du ein Haustier oder mehrere? Und wenn ja, spielt eins davon einem Deiner Bücher eine Rolle?


Momentan leider nicht (mehr). Tierbegleiter kommen in meinen Märchen schon ab und zu vor, aber nicht direkt „meine“ Haustiere, eher allgemein.

Was inspiriert Dich?


Alles. Erlebnisse im Alltag, besonders emotionale Situationen, die ich am liebsten verarbeite.

Was ist zuerst da, wenn Du eine Geschichte schreibst, die Handlung oder die Hauptperson?

Meistens eine Szene, die sich vor meinem inneren Auge auftut. Dann sehe ich näher hin und sie wächst und wächst und wächst… und bekommt mehr und mehr Hintergrund…


Gibt es Menschen in Deinem Umfeld, die ein Buch vor der Veröffentlichung sehen und Dir vielleicht auch mit Rat und Tat zur Seite stehen?


Mein Mann und meine Kinder zuerst. Vor allem meine jüngere Tochter, mit der ich viele Märchen bespreche, sie ist wunderbar inspirierend und auch selbst unglaublich kreativ und eine gute Beobachterin.
Bei den kleinen Märchen reicht das. Die Seelenmärchen liest natürlich überhaupt niemand, die sind ganz privat.
Wenn ich etwas als Buch veröffentlichen möchte, dann suche ich mir schon mindestens Testleser.

Bist Du kurz vor einer Veröffentlichung Deines Werks nervös und wie gehst Du damit um?


Ich hüpfe so lange wie ein aufgescheuchtes Huhn im Kreis herum, bis irgendjemand (meistens mein Mann) mich wieder zur Erdung „zwingt“. Dann geht´s.

Wie gehst Du mit Kritik um?


Oh, das ist ein schwieriges Thema. Ich bin sehr sensibel und von Natur aus sehr selbstkritisch. Für die Sensibilität bin ich dankbar, sie macht mich zu der, die ich bin und deshalb kann ich überhaupt erst Märchen schreiben. Mit der Selbstkritik musste ich mich erst arrangieren.

Dabei haben mir lustigerweise meine Seifen geholfen: Obwohl sie alle wirklich gut sind, mag sie doch tatsächlich nicht jeder. Was aber noch viel wichtiger ist: Sogar die „Fans“ mögen nicht jede Sorte! Das hat mir beigebracht, zwischen Geschmack und Qualität zu unterscheiden.

Ich habe sehr viel Schreiben geübt. Ich habe mich mit Schreibtechniken, Rechtschreibung, Grammatik, Dialogen, Handlungsaufbau und so viel mehr beschäftigt. Inzwischen darf ich wirklich sagen: Ich kann schreiben.

Wenn mir heute jemand sagt, mein Stil oder meine Märchen gefallen ihm oder ihr nicht, ist das in Ordnung für mich. Mir dieses Selbstbewusstsein aufzubauen, war aber harte Arbeit. Womit ich nur schlecht zurechtkomme, ist ungefragte Kritik. Das empfinde ich als sehr grenzüberschreitend und dafür bin ich zu sensibel. Dabei geht es mir gar so sehr um den Inhalt, sondern wirklich um die Grenzüberschreitung.

Einen Testleser oder einen Lektor frage ich und erwarte mir Empfehlungen zur Verbesserung. „Irgendjemand“, der mir erklären will, wie es besser geht, zweifelt meine Entscheidung an. Denn ja, ich treffe meine Entscheidungen zu Sprache, Aufbau usw. sehr bewusst, dafür lerne und übe ich schließlich seit fast 4 Jahrzehnten! Gegen solche Übergriffigkeiten wehre ich mich. Beziehungsweise versuche ich, sie von vornherein zu vermeiden, indem ich meine Werke vor der Veröffentlichung einfach nur ausgewählten Menschen zeige, von denen ich weiß, dass wertschätzend UND konstruktiv gleichzeitig analysieren können. Andere frage ich bewusst NICHT nach ihrer Meinung. Schon gar nicht lasse ich meine Geschichten öffentlich von Möchtegern-Profis in irgendwelchen Facebook-Gruppen zerpflücken! Das muss ich mir nicht antun.


Bist Du Selfpublisher*in oder Verlagsautor*in?


Beides. Die kleinen Märchen brauchen keinen Verlag, die meisten stelle ich sowieso gratis zur Verfügung. Die Seelenmärchen fallen in dieser Hinsicht aus jedem Rahmen.

Bei Büchern bin ich dankbar für den Teil der Arbeit, die ein Verlag mir abnimmt. Allerdings ist mir auch bewusst, dass ich als Autorin momentan nicht zuverlässig genug regelmäßig liefern kann. Das macht die Zusammenarbeit für beide Seiten mühsam. Deshalb werde ich mich zukünftig vielleicht doch mehr mit Selfpublishing auseinander setzen müssen…


Was tust Du gern in Deiner Freizeit (außer Schreiben)?


Momentan füllen meine Kinder einen großen Teil meiner Freizeit. Aber das mache ich gerne! Ich genieße es, Mama zu sein, koche gerne, bastle gerne, ich male und zeichne, bin gerne in der Natur, beschäftige mich mit Kräuterkunde, rühre Salben, bin ein bisschen magisch usw. usw. usw. usw…

 Planst Du ein neues Buch? Und wenn ja, magst Du davon schon mal etwas erzählen?


Immer!
Ein Fachbuch zum Thema Seifenchemie ist bei einem Verlag eingereicht.

Vom Teddy-Buch und vom Halbdrachen ist jeweils ein zweiter Teil in Arbeit.
Teddy geht wieder auf Traum-Mission und begegnet diesmal echten Albträumen.
Die Reise der Drachen-Familie geht weiter und im zweiten Teil ist Papa Leonhard an der Reihe, einige wichtige Dinge über sich zu lernen und zu erfahren.

Für die ganz Kleinen habe ich eine besondere Geschichte über Zahnpflege geschrieben, das die Sache von einer etwas… ungewöhnlichen Seite beleuchtet. Es wird ein Bilderbuch mit relativ wenig Text. Dafür fehlen mir nur noch ein paar Illustrationen, es soll vor dem Sommer noch fertig werden.

… und dann gibt es da noch so ein paar Projekte…